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Konferenz zur internationalen Ächtung und Bekämpfung von Grauzonen der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Netz

Datum und Veranstaltungsort

Datum / Uhrzeit: Montag, 14. Nov. 2016, 10.30 – 17.00 Uhr

Ort: Tagungswerk Berlin, Lindenstr. 85, 10969 Berlin

Zielgruppe: Nationale und internationale Akteure aus den Bereichen: ISPs, Hotlines, Wissenschaft, Kinderschutzorganisationen, Politik, Strafverfolgung, Technik und Hauptverbreitungsländer

Veranstaltungssprache: Englisch mit Simultanübersetzung

Bericht von der Veranstaltung

Gegen sexuelle Ausbeutung im Internet

Dr. Ralf Kleindiek eröffnet Konferenz „Keine Grauzonen im Internet“

Am 14. November hat Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesjugendministerium, in Berlin eine Konferenz zur internationalen Bekämpfung von Missbrauch von Kindern im Internet eröffnet.

Zur Konferenz des „Netzwerks gegen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern – Keine Grauzonen im Internet“ kamen Fachleute und zahlreiche internationale Gäste im Tagungswerk Berlin zusammen, um bisherige Erkenntnisse aus der Arbeit des Netzwerks zu vertiefen, das Netzwerk zu erweitern und die Bekämpfung von sexueller Ausbeutung im Internet zu konkretisieren.

Dazu sprachen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter von Google, Facebook, Microsoft, vom Canadian Centre for Child Protection und von INHOPE (International Association Of Internet Hotlines).

International an einem Strang ziehen

In seiner Eröffnungsrede sagte Dr. Ralf Kleindiek:

„Es ist wichtig, dass wir international denken, um Grauzonen im Netz zu beseitigen. Denn wir alle wissen, dass ein nationales Vorgehen gegen jegliche Formen des sexuellen Missbrauchs im Internet keinen nachhaltigen Erfolg haben würde. Ich freue mich deshalb sehr, dass hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus der Internetwirtschaft, der Wissenschaft, von Kinderschutzorganisationen und Beschwerdestellen aus aller Welt heute nach Berlin gekommen sind, damit wir international gemeinsam an einem Strang ziehen können.“

Kampf gegen verstörende Abbildungen von Kindern

Ziel des „Netzwerks gegen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern – Keine Grauzonen im Internet“ ist es, solche Abbildungen zu bekämpfen, die Kinder in sexuellen Posen zeigen, die ihre Persönlichkeitsrechte verletzten und sie verstören, die aber (noch) nicht in allen Ländern verboten sind oder geahndet werden.

Netzwerkpartner sind das I-KiZ – Zentrum für Kinderschutz im Internet, jugendschutz.net, die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) e.V., das Unternehmen Google und das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“.

Bundesjugendministerin Manuela Schwesig ist seit Gründung im November 2014 Schirmherrin des Netzwerks. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt das Netzwerk mit Mitteln aus dem Kinder- und Jugendplan (KJP) des Bundes.

Fotos von der Veranstaltung

Downloads

Download Broschure Combat of the Grey Areas of Child Sexual Exploitation on the Internet“ 
Download Typische Merkmale der Erscheinungsformen
von Posendarstellungen

Download Kriterienraster Alltagsdarstellungen
im sexualisierenden Kontext

Intention der Veranstaltung

Die Ächtung und Bekämpfung von Darstellungen der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Netz ist das Ziel des Netzwerks gegen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern – Keine Grauzonen im Internet. Bei einem internationalen Roundtable im Oktober 2015 unterzeichneten bereits über 30 Organisationen das ‚Communiqué – Condemnation of all forms of child sexual exploitation and abuse – “No Grey Areas on the Internet”‘. Die Veranstaltung am 14.11.2016 widmet sich erneut diesem Thema. Dabei sollen die bisherigen Erkenntnisse vertieft, das Netzwerk erweitert und die Bekämpfung von Darstellungen der Grauzone der sexuellen Ausbeutung konkretisiert werden.

  • Erkenntnisse vertiefen und sensibilisieren für Darstellungen der Grauzone
    • Dimension / Ausmaß skizzieren: Vertiefung der Erscheinungsformen, bspw. Alltagsbilder in sexualisiertem Kontext, virtuelle Darstellungen der sexuellen Ausbeutung
    • Wirkung auf Opfer und (potentielle) Täter
  • Präsentation der Aktivitäten und Erweiterung des Netzwerkes
    • Hotlinearbeit
    • Aktivitäten der Unternehmenspartner
    • Arbeit des Kompetenzzentrums
  • Bekämpfung von Darstellungen der Grauzone
    • Handlungsmöglichkeiten relevanter Akteure
    • Diskussion der Handlungsbedarfe und -möglichkeiten in Bezug auf die Ächtung und Bekämpfung aller Formen der sexuellen Ausbeutung von Kindern

Programm

UhrzeitProgrammpunkt
10.00 – 10.30Eintreffen der Teilnehmenden, Registrierung
10.30 – 10.45Begrüßung und Einführung durch den Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Ralf Kleindiek.
Erscheinungsformen der Grauzone der sexuellen Ausbeutung von Kindern
10.45 – 11.00Posendarstellungen - Überblick über bisherige Erkenntnisse
Referent: Andreas Link, Kompetenzzentrum bei jugendschutz.net
11.00 – 11.30Alltagsbilder von Kindern in sexualisierendem Kontext
• Elemente der Sexualisierung, verstärkende Faktoren
• Kriterienraster mit typischen Merkmalen
Referent: Andreas Link, Kompetenzzentrum bei jugendschutz.net
11.30 – 11.45Virtuelle sexuelle Missbrauchsdarstellungen
Referentin: Katarzyna Staciwa, European Cyber Crime Centre, Europol
Konsum und Wirkung von Darstellungen der Grauzone
11.45 – 12.15Prävention der Nutzung von Missbrauchsabbildungen – Theorie und Praxis
Referentin: Psychologin Laura Kuhle, Charité, Therapeutin und wiss. Mitarbeiterin im Projekt "Kein Täter werden"
12.15 – 12.45Folgen für die Opfer
Referentin: Signy Arnason, Cybertip.ca, Director of the Canadian Centre for Child Protection
12.45 – 13.30Mittagspause
Handlungsmöglichkeiten und Aktivitäten
13.30 – 13.45Bewusstsein schaffen für die schädigende Wirkung
Referent: Tom Squire, Senior Clinical Practice Manager Lucy Faithfull Foundation
13.45 – 14.00Technische Bekämpfungsmöglichkeiten
Referentin: Leah Treitman, THORN, USA
Melden und Löschen
14.00 – 14.15Deutsche Hotlines
• Zusammenarbeit im Netzwerk und Erfolge
• Notice-and-Takedown
Referent: Hendrik Krohne, FSM
14.15 – 14.30Ausländische Hotlines
Referentin: Arda Gerkens, Meldpunt Netherlands, Präsidentin INHOPE
Richtlinien und proaktive Tätigkeiten: Aktivitäten großer Plattformen des Social Web
14.30 – 15.00Googles (proaktives) Vorgehen im Bereich Ausbeutung von Kindern
Referentin: Shantal Poovala, Google
15.00 – 15.15Facebooks Vorgehen zur Bekämpfung von Missbrauch und sexueller Ausbeutung von Kindern in der Grauzone
Referent: Semjon Rens
15.15 – 15.30Microsofts Vorgehen zum Schutz von Kindern
Referentin: Becky Foreman,UK Corporate Affairs Director, Microsoft (Member of the Board of Trustees, Internet Watch Foundation)
15.30 – 15.50Kaffeepause
Abschlusspanel
15.50 – 17.00Handlungsbedarfe und -möglichkeiten in Bezug auf die Ächtung und Bekämpfung aller Formen der sexuellen Ausbeutung von Kindern
• Strafverfolgung BKA (tbc)
• Hotlines Martin Drechsler, FSM
• Dr. Ethel Quayle, University of Edinburgh, Senior Lecturer in Clinical Psychology
• Marianne Pihl, Save the Children Denmark
• Lianna McDonald, Canadian Centre for Child Protection, Executive Director

 

Reiseinformationen

Die folgenden Informationen zur Anreise sowie zur Hotelbuchung können Sie auch hier als PDF downloaden.

Verkehrsanbindung:

Internationale Flughäfen Berlin Tegel (25 Min.) und Berlin Schönefeld (35 Min.)

Berlin Hauptbahnhof (10 Min.)

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

U – Bahn: U6 bis Kochstraße, 5 Min. Fußweg

U – Bahn: U 2 bis Spittelmarkt, 12 Min. Fußweg

Bus: 248, M 29 bis Jüdisches Museum

Anfahrt mit der Deutschen Bahn

Mit dem Angebot der BESONDEREN ORTE Umweltforum Berlin GmbH und der Deutschen Bahn können Sie zu vergünstigten Konditionen reisen. Weitere Informationen dazu erfahren Sie unter  https://besondere-orte.com/sites/default/files/veranstaltungsticket-bahn-besondere-orte.pdf.

Hotelbuchung

Falls Sie eine Übernachtung benötigen, können wir Ihnen die Suche nach einem Hotel in direkter Nähe des Veranstaltungsortes (ca. 850 m) erleichtern.

Im Hotel NH Berlin, Potsdamer Platz, Stresemannstr. 47 in 10963 Berlin (http://www.nh-hotels.de/hotel/nh-berlin-potsdamer-platz) ist eine begrenzte Anzahl von Zimmern vom 13.11. – 15.11.2016 als Abrufkontingent für Selbstzahler reserviert.

Die Zimmer können bis zum 24.10.2016 abgerufen werden, die Kosten werden nicht vom I-KiZ übernommen.

Tel.: +49 30 2238 0233

E-Mail: reservierungen@nh-hotels.com

Bitte geben Sie bei Ihrer Buchung das Stichwort „I-KiZ“ an.

 

Bei allen Fragen zu Übernachtungen, Anmeldungen und Organisation wenden Sie sich bitte an Elke Braun, eb@i-kiz.de.